Mandol oder Mondol

Wie der Name schon andeutet, ist die Mandol eine Mandoline.
Sie stammt aus der Familie der Lauten/Oud und hat schon einige Veränderungen des Namens und des Aussehens erfahren.
Sie hat vor allem in der Folksmusik z. B. in Algerien Bedeutung.

Die Stimmung ist eine Quinte tiefer als die der Mandoline,
für 4 Chöre CC-GG-DD-AA für 5 Chöre CC-GG-DD-AA-EE

Es scheint, dass im Zuge der Zerstörung der traditionellen handwerklichen städtischen Gesell- schaft in Algerien (durch die französische Besetzung und schließlich den Zweiten Weltkrieg)
die Herstellung der alten Kuitra eingestellt wurde und diese somit praktisch verschwand.

Zwischen den beiden Weltkriegen und während des zweiten Weltkriegs wurde die Kuitra durch halbindustrielle Mandolinen ersetzt, die unter anderem in Mirecourt hergestellt wurden.
Dies bestätigen Fotos von algerischen Ensembles aus den 1940er
und 1950er Jahren, auf denen die Mandoline statt der Kuitra zu sehen ist.

Der Virtuose dieser Epoche war Saci. Ein anderer renommierten Mandoline- und Kuitraspieler war Mohammed Bahar (1920 – 2000), welchem die Hinzufügung von zwei Bünden für Vierteltöne in den 1940er Jahren zugeschrieben wird. Dadurch entstand ein neues Instrument, die Mandol oder Mondol. Wir bieten diese Mandol sowohl mit als auch ohne Bünde (andalusische Chaabi-Musik) an.

Mandola